Die Canon EOS 1000D
Ein Artikel von
Andy Rouse
Einführung
Hallo und willkommen zu einem weiteren WEXcameras-Newsletter von Andy Rouse. Anfang diesen Monats hat Canon eine leistungsfähige DSLR (digitale Spiegelreflexkamera) für Einsteiger angekündigt, die EOS 1000D. Wie bei allen neuen Produkten werden wir auch hier wieder mit Unmengen von Informationen versorgt. Deshalb nutze ich meine umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet und meine Beziehungen zu den Händlern, um sie alle auszuwerten und für Sie nur das herauszufiltern, was wirklich wichtig ist.
Die EOS 1000D
Canon widmet Fotografen auf Einsteigerniveau schon seit langem seine Aufmerksamkeit und konnte schon immer mit einer hervorragenden Auswahl an erschwinglichen DSLRs auftrumpfen; die mit Funktionen gespickte 1000D setzt die Messlatte für diese Kameras wieder ein Stück höher. Werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten Ausstattungsmerkmale:
- Sensor - die 1000D hat einen CMOS-Sensor für 10,1 Megapixel, der wuchtige A4-Ausdrucke produziert und eine Vergrößerung für vielfach größere Ausdrucke gestattet. Die 450D, die nächste Verwandte im Canon-Produktsortiment, hat einen CMOS-Sensor für 12,1 Megapixel.
- Leistung des Autofokus - die 1000D arbeitet mit einem hochmodernen AF-System mit 7 Einstellungen, das die Komposition vollendeter Aufnahmen ermöglicht, sowie mit einem Single-Point-Fadenkreuzsystem, das auch bei schwachen Lichtverhältnissen für optimale Genauigkeit sorgt. Der Fadenkreuzsensor arbeitet mit einer Blende von f5.6, was eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu anderen Kameras wie der 450D darstellt, die nur mit f2.8 arbeitet. Das Endergebnis ist ein präziserer Autofokus in allen Bereichen, bei allen Lichtbedingungen.
- Hochgeschwindigkeitsleistung - Die 1000D hat denselben Digic II-Prozessor, mit dem auch die neuen Profi-DSLRs von Canon bestückt sind. Sein maximaler Durchsatz beträgt 3 Bilder pro Sekdunde bei JPEGs und 1,5 Bilder pro Sekunde bei RAW-Formaten. Obwohl dieser Wert zunächst niedrig erscheinen mag, sollte man bedenken, dass die EOS 1D Mark 1, mit der ich eine Menge sehr dynamischer Aufnahmen gemacht habe, bei RAW-Bildern nur unwesentlich besser abgeschnitten hat. Gute Fotografie ist eben eine Frage des Timings und hat nichts mit einem dauergekrümmten Zeigefinger auf dem Auslöser zu tun!
Puffergeschwindigkeit - Das sollte jeder wissen: die 1000D hat einen Puffer für 5 RAW-Bilder; der Puffer für JPEG-Bilder ist den Spezifikationen nicht eindeutig zu entnehmen. Doch wenn ich es richtig verstehe, kann die 1000D bei einer Bildfrequenz von 3 Bildern pro Sekunde bis zu 514 Bilder im Format JPEG aufnehmen! Wenn man bedenkt, dass die 450D einen JPEG-Puffer für nur 53 JPEGs hat, wäre dies eine beeindruckende Leistung. Ich werde bei Canon nachhaken. Falls es stimmt, ist diese erstaunliche Leistung natürlich dem Digic II-Prozessor zu verdanken. - Verbessertes Gehäusedesign - die 1000D hat bedeutend kleinere Abmessungen als ihre nächsten Verwandten im Canon-Produktsortiment und wiegt unglaubliche 450 g!
- Automatische Sensorreinigung - die 1000D wird komplett mit einem in das elektrooptische System integrierten Reinigungssystem ausgeliefert, das den Sensor staubfrei hält; diese sinnvolle Zugabe bedeutet, dass man sein Geld ruhig für zusätzliche Objektive statt für teures Reinigungszubehör ausgeben kann.
- Erfassungsbereich des Suchers - Der Sucher der 1000D zeigt ebenso wie die 450D etwa 95 % an.
- Livebild - durch das 2,5-Zoll-LCD ermöglicht die 1000D ebenso wie die höherwertigen Modelle dieser Klasse ein vollwertiges Livebild. Und das ist mir Sicherheit nicht nur Schnickschnack: ich mache immer häufiger von der Möglichkeit Verwendung, Fotos über den rückwärtigen Bildschirm zu schießen.
- Menüführung - die Menüs sind mit vielen anpassbaren Optionen ausgestattet, die DSLRs der Einstiegsklasse bislang vorenthalten worden sind, einschließlich der beliebten "My Menu" Funktion zum Anlegen eigener Favoriten.
1000D: Fazit
Als ich die Spezifikationen der 1000D zum ersten Mal überfolg, war mir nicht wirklich klar, welche Absicht Canon hier im Vergleich mit der 450D verfolgte, die ungefähr genauso teuer ist. Die Antwort könnte hier in der Reduktion von Gewicht und Größe liegen, die wohl überwiegend jene Fotografen ansprechen wird, die zuvor "Pro-Sumer" Kameras benutzt haben und eine kleinere, leichtere Kamera in ihrer Tasche gewohnt sind. Und da diese Fotografen für gewöhnlich eher mit dem JPEG-Format arbeiten, kommen bei diesem Modell der Digic II-Prozessor und die unglaubliche Leistung des JPEG-Puffers zum Tragen. Zweifelsohne ist die 1000D nicht nur mit erstaunlich vielen, sondern auch mit solchen Funktionen ausgestattet, die sonst nur in teureren DSLRs von Canon zu finden sind. Ich meine, sie wird sich als Canon-Einstiegskamera der Wahl etablieren und viele neue Fotografen für die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras begeistern.
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